Rapid Tooling

Rapid Tooling ist ein Anwendungsgebiet der additiven Fertigungsverfahren (AM), das für die Herstellung von Werkzeugen und Werkzeugbestandteilen angewendet wird und gegenwärtig eine der bedeutsamsten Entwicklungen in der industriellen Produktherstellung ist. Das Anwendungsgebiet teilt sich auf in Direct Tooling und Prototype Tooling. Beim Direct Tooling werden einsatzfähige Werkzeuge in Serienqualität hergestellt, während beim Prototype Tooling Versuchsmodelle angefertigt werden. Die Nutzung von Additive Manufacturing bietet die Möglichkeit, Objekte zeit- und materialeffizient herzustellen. Beim Rapid Tooling sind vornehmlich Kunststoffe (Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere), aber auch verschiedene Metalle Ausgangswerkstoff. In der Regel werden Werkzeugeinsätze erzeugt. Der Druck kompletter Werkzeuge spielt bislang eher eine zweitrangige Rolle. Primärer Fokus sind Formeneinsätze, insbesondere Spritzwerkzeuge mit integrierten Kühlkanälen, die eine konturnahe Kühlung erlauben. Additive Fertigungsverfahren erlauben komplexe geometrische Strukturen und Kavitäten, dadurch können Werkzeugeinsätze hergestellt werden, die ein der Kontur folgendes innenliegendes Kühlsystem beinhalten. Die Kühlleistung der Spritzgusswerkzeuge ist signifikant besser gegenüber Werkzeugen aus Vollmaterial. Durch verbesserte Kühlleistung reduziert sich die thermische Beeinträchtigung des Werkelements und die Zykluszeiten können bis zu 50 % reduziert werden.