Was unterscheidet additive Serienfertigung von klassischer Serienproduktion?
Bei klassischen Fertigungsverfahren wie Spritzguss oder Druckguss entstehen die Hauptkosten durch Werkzeuge und Formen – erst ab hohen Stückzahlen amortisieren sie sich. Additive Serienfertigung benötigt keine Werkzeuge: Jedes Bauteil wird direkt aus dem 3D-Modell gefertigt. Das macht additive Serienfertigung besonders wirtschaftlich bei mittleren Stückzahlen, komplexen Geometrien oder häufigen Designänderungen – während bei sehr hohen Stückzahlen klassische Verfahren meist weiterhin günstiger bleiben.
Entscheidend für additive Serienfertigung ist, dass Prozessparameter und Qualitätssicherung über viele Baujobs hinweg konstant bleiben – nur so lässt sich sicherstellen, dass Bauteil Nummer 500 dieselbe Qualität hat wie Bauteil Nummer 1.
Wann lohnt sich additive Serienfertigung besonders?
Nicht jedes Serienbauteil ist für additive Fertigung geeignet. Die wirtschaftlichen Vorteile zeigen sich vor allem in bestimmten Konstellationen.
- Komplexe Geometrien, die klassisch nur mit hohem Werkzeugaufwand oder mehrteiliger Montage herstellbar wären
- Mittlere Stückzahlen (Kleinserie), bei denen sich ein Spritzguss- oder Gusswerkzeug noch nicht amortisiert
- Bauteile mit häufigen Designanpassungen über die Produktlebensdauer, ohne Werkzeugänderungskosten
- Ersatzteilfertigung über lange Zeiträume ohne Lagerhaltung – On-Demand statt Vorratsproduktion
→ Leistung: Additive Fertigung Kunststoff
→ Leistung: Additive Fertigung Metall
