Wie funktioniert SLM?
Ein Rakel trägt eine dünne Schicht Metallpulver (typisch 20–60 µm) auf eine Bauplattform auf. Der Laser fährt die Konturen des Bauteilquerschnitts ab und schmilzt das Pulver vollständig auf. Danach senkt sich die Plattform um eine Schichtstärke, die nächste Schicht folgt – über oft mehrere tausend Schichten. Durch das vollständige Aufschmelzen wird eine Dichte von über 99,5 % erreicht; die Bauteile sind belastbar wie konventionell gefertigtes Metall.
Materialien und Anwendungen
SLM verarbeitet schweißbare Legierungen wie AlSi10Mg, Edelstahl, Werkzeugstahl, Inconel und Titan. Ideal ist es für komplexe Geometrien: Werkzeugeinsätze mit konturnaher Kühlung, Leichtbaustrukturen oder patientenindividuelle Implantate. Ohne Formkosten ist SLM ab Losgröße 1 wirtschaftlich – für Prototypen wie für die Serie.
