Praxisbegriff · Werkzeugbau

Rapid Tooling

Rapid Tooling ist die schnelle, additive Herstellung von Werkzeugen und Formeinsätzen – oft aus Werkzeugstahl. So entstehen z. B. Einsätze mit konturnaher Kühlung deutlich schneller als in der konventionellen Werkzeugfertigung.

Wie funktioniert Rapid Tooling?

Werkzeugeinsätze entstehen typischerweise im Selektiven Laserschmelzen (SLM) aus Werkzeugstahl; Funktionsflächen und Passungen werden anschließend spanend nachbearbeitet. Oft wird hybrid gefertigt: Ein konventionell vorbereiteter Grundkörper wird additiv um die kritischen Bereiche ergänzt. So lassen sich konturnahe Kühlkanäle direkt in den Einsatz integrieren.

Nutzen in der Praxis

Rapid Tooling verkürzt die Vorlaufzeit für Werkzeuge und ermöglicht konturnahe Kühlung – was im Spritzguss die Zykluszeit senkt und die Bauteilqualität verbessert. Für Klein- und Vorserien ist der Ansatz wirtschaftlich, weil aufwändige konventionelle Werkzeugfertigung entfällt oder verkürzt wird.

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