Warum Qualitätssicherung im 3D-Druck besonders wichtig ist
Additive Fertigung gilt in einigen Branchen noch als junges Verfahren im Vergleich zu etablierten Prozessen wie Guss oder Zerspanung. Entsprechend hoch sind die Anforderungen, Prozesssicherheit und Bauteilqualität nachvollziehbar zu belegen – insbesondere in Branchen wie Luft-/Raumfahrt, Medizintechnik oder Automotive, wo Bauteile zertifizierungspflichtig sind.
Qualitätssicherung beginnt dabei nicht erst nach dem Druck, sondern bereits bei der Pulvercharge und den Prozessparametern der Maschine. Nur ein durchgängig überwachter und dokumentierter Prozess erlaubt es, die Qualität jedes einzelnen Bauteils nachvollziehbar zu belegen – gerade bei Serienfertigung und Kleinserien, wo Bauteile nicht einzeln, sondern nach gleichen Parametern wiederholt gefertigt werden.
Typische Bausteine der Qualitätssicherung
In der industriellen additiven Fertigung setzt sich Qualitätssicherung aus mehreren Ebenen zusammen, die ineinandergreifen.
- Prozessüberwachung während des Drucks (z. B. Temperatur- und Prozessparameter-Protokollierung)
- Maßprüfung nach der Fertigung, z. B. per 3D-Scan oder Koordinatenmessung – siehe auch Maßhaltigkeit / Toleranzen
- Werkstoffprüfung, z. B. Dichtemessung oder Zugversuche an Referenzproben derselben Baujob-Charge
- Dokumentation und Rückverfolgbarkeit je Bauteil bzw. Baujob, Voraussetzung für zertifizierte Serienfertigung
→ Leistung: Qualitätssicherung
