Warum ist 3D-Druck bei Kleinserien oft im Vorteil?
Klassische Fertigungsverfahren wie Spritzguss oder Druckguss benötigen ein Werkzeug, dessen Kosten sich erst über eine hohe Stückzahl amortisieren. Bei einer Kleinserie von beispielsweise 50 oder 200 Bauteilen würde der Werkzeuganteil pro Stück die Gesamtkosten unverhältnismäßig in die Höhe treiben. Additive Fertigung umgeht dieses Problem vollständig: Jedes Bauteil wird direkt aus dem digitalen Modell gefertigt, ganz ohne Werkzeuginvestition.
Das macht Kleinserien im 3D-Druck besonders attraktiv für Nischenprodukte, kundenspezifische Varianten, Ersatzteile für ältere Maschinen oder Produkte, die noch nicht final ausgereift sind und bei denen weitere Designänderungen wahrscheinlich sind.
Worauf kommt es bei Kleinserien an?
Auch ohne Werkzeugkosten ist Kleinserienfertigung kein Selbstläufer. Einige Faktoren entscheiden über Wirtschaftlichkeit und Qualität.
- Bauraumauslastung: Mehrere Bauteile einer Kleinserie gemeinsam in einem Baujob fertigen, um die Maschinenzeit optimal zu nutzen
- Konstante Prozessparameter über alle Bauteile der Serie, um gleichbleibende Qualität sicherzustellen
- Frühzeitige Abstimmung zu Stückzahl und Lieferzeit, da Kleinserien oft wiederkehrend bestellt werden
- Prüfen, ab welcher Stückzahl ein Wechsel zu klassischer Werkzeugfertigung wirtschaftlich sinnvoller wird
→ Leistung: Additive Fertigung Kunststoff
→ Leistung: Additive Fertigung Metall
